Verein baut Volkspark-Minigolfanlage ab.

05.12.2013 09:28

Erweiterungspläne vom MSV vorerst gescheitert. Bald Meisterschaften in Springe?

Schlechte Nachrichten für Minigolfer, gute für Jugendliche: Die alten Minigolfbahnen im Springer Volkspark können nicht zur Erweiterung der Anlage am Hallenbad genutzt werden, doch der Bau des Jugendplatzes kann 2014 beginnen.

VON TOBIAS LEHMANN/NDZ SPRINGE. „Wir können fast nichts mehr verwenden. Das ist nur noch Schrott." So beschreibt Klaus-Dieter Henkel, Vorsitzender des Minigolfsportvereins (MSV) 05, die alten Minigolfbahnen im Volkspark. Seit Frühjahr wird die dortige Anlage nicht mehr genutzt. Die Pächter hörten aus Altersgründen auf.

Manfred Ceschonke (links) und Björn Henkel bauen die Anlage ab.

Die geplante Erweiterung der Anlage am Hallenbad wird vorerst zurückgestellt. Zurzeit bauen M SV-Mitglieder die Bahnen am Volkspark ehrenamtlich ab. „Das ist mit den Pächtern abgesprochen. Wir dachten, wir könnten mit einigen Bahnen unsere Anlage am Hallenbad erweitern", sagt Henkel.

Doch es sind nur einige Hinderniskegel, die der Verein mitnimmt. Die Bahnen werden alle verschrottet. Die Anlage im Volkspark soll Ende nächster Woche komplett geräumt sein. Der stellvertretende Vorsitzende Manfred Geschonke sagt: „Es war gar nicht so einfach, Schrotthändler zu finden, die uns die Bahnen kostenlos abnehmen."

Bis spätestens zum 31. Dezember muss die komplette Anlage laut des Pachtvertrages mit der Stadt geräumt sein. Kassenwart Björn Henkel ist sicher: „Das schaffen wir." Der Verein hat weitere Pläne. Langfristig will er größere Meisterschaften nach Springe holen.

Doch zuvor braucht der Verein eine Toilettenanlage. Zurzeit stehen für die Gäste nur Dixieklos zur Verfügung. „Ohne Toiletten bekommen wir keine große Meisterschaft", sagt Henkel. Zurzeit könne der Verein eine neue Anlage jedoch nicht finanzieren. Allerdings werden im nächsten Jahr in Springe Seniorenmeisterschaften ausgetragen. „Da sind dann auch einige Weltmeister in Springe", sagt Henkel.

Im Volkspark kann im nächsten Jahr mit dem Bau des Jugendplatzes begonnen werden. Das wird auch den Jugendpfleger Klaus Strecker freuen. Er hätte mit dem Bau gerne bereits im Herbst begonnen und beklagte sich noch im November im Ortsrat: „Auf der Anlage passiert nichts. Wir können dort nichts machen." Pläne für den Platz gibt es bereits. Unter anderem sollen eine Bogenschaukel und eine Hängematte aufgehängt werden, zudem werden Bänke aufgestellt. Gerne möchte die Jugendpflege auch zwei Container errichten: einen für Material und einen als überdachter Treffpunkt für Jugendliche. Die zwei kleinen Holzschuppen, die zurzeit noch auf dem Gelände stehen, seien dafür zu klein.

Mehrere Jugendliche beteiligen sich schon jetzt an den Planungen und wollen auch beim Bau des Platzes helfen. „Das Engagement ist groß", sagt Strecker. Er rechnet mit Kosten von rund 10000 Euro, die der Ortsrat zum großen Teil finanziert.

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