Minigolf soll auch in Springe salonfähig werden.

02.02.2011 07:43

MSV will Landesmeisterschaften an den Deister holen und in den Schulen um Nachwuchs werben.

Springe (si). Zwei Standorte zwei Welten: Der Minigolfverein Springe/Bad Münder will seine Anlage in Springe aus dem Dornröschenschlaf wecken und gleichzeitig die Einwohner an Ball und Schläger bringen.

Erreichen will der Vorsitzende Klaus-Dieter Henkel dies mit großen Namen: Im kommenden Jahr sollen die Landesmeisterschaften in Springe stattfinden und so ein Gegenstück zu den Weltmeisterschaften der Minigolfer in Bad Münder bilden.

Der Vorstand: Kassenwart Björn Henkel (v.l.), der Vize-Vorsitzende Manfred Geschonke, der Vorsitzende Klaus-Dieter Henkel, Schriftführerin Petra Albrig und Sportwart Martin Beckert.  Foto: si

Ein Baustein dieses Programms ist das Bemühen, bei Springer Schulen eine Minigolf-Arbeitsgemeinschaft in Leben zu rufen. Sportwart Martin Beckert kann hier in zwischen einen ersten Erfolg vermelden: Denn obwohl die Gespräche mit dem Otto Hahn-Gymnasium noch zu keinem Ergebnis führten, nahmen nach den Sommerferien unter dem Motto „Wie spiele ich richtig Minigolf? mehrere Grundschüler das Training auf. Das Angebot, so Beckert, steht künftig allen Schulen zur Verfügung.

Auch der neue Werbewart Dieter Allerheiligen soll sich aktiv um die Werbung kümmern, um den Verein endlich über die lang ersehnte Mitgliedermarke von 40 zu schieben. „Das Spiel mit den kleinen Bällen kann auch noch im hohen Alter wettkampfmäßig betrieben werden", wirbt Vereinschef Henkel. Laut Statistik griffen in Deutschland inzwischen 14 Millionen Bundesbürger jährlich zu Ball und Schläger.

Minigolf soll auch in Springe salonfähig werden. Foto NDZ-Archiv.

Doch der Vorstand muss auch Rückschläge verkraften: Ein Minus in der Kasse von 3000 Euro, nicht zuletzt wegen der geringen Besucherresonanz auf dem Gelände am Hallenbad. Eine Anfrage beim Arbeitsamt, eine oder zwei Kräfte für die Instandhaltung der seit drei Jahren bestehenden Anlagen vermittelt zu bekommen, scheiterte. So muss die Aufgabe weiterhin von den Mitgliedern erledigt werden.

Ausgefallen ist im Vorjahr auch das beliebte Mondscheingolfen weil auch hier der Wettergott nicht mitspielte. Es soll 2011 nachgeholt werden.

Seit dem vergangenen Jahr verfügt das Domizil des Vereins im Sportzentrum Süd auch über einen Strom- und Wasseranschluss, jetzt soll mit dem Einbau der sanitären Anlagen begonnen werden. Das gab der Vorstand bei der Jahresversammlung im Cafe Kumlehn bekannt.

Die neue Saison könnte laut Sportwart Martin Beckert, schon Ende März beginnen, vorausgesetzt, bis dahin sind die Bahnanlagen in Schuss und auch das Wetter macht mit.

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