Henkel: Bälle sind eine Wissenschaft.

04.04.2017 10:34

Zwei Minigolfer stellen ihre Sportart vor.

HAZ/Springe. Von Tobias Lehmann „Golfer haben mehr Schläger, Minigolfer mehr Bälle.“ So beschreibt Petra Albring den Unterschied zwischen den beiden Sportarten. Albring ist Schriftführerin des Minigolf-Sportvereins Bad Münder/Springe. Der Vorsitzende Klaus-Dieter Henkel besitzt 420 Bälle. „Insgesamt gibt es mehr als 3000 verschiedene Sorten“, erläutert er. Sie unterscheiden sich unter anderem in Material, Gewicht, Größe und Sprunghöhe. „Bälle sind eine Wissenschaft für sich“, sagt Henkel.

Der Vorsitzende Klaus-Dieter Henkel sucht sich aus seinem Koffer den richtigen Ball heraus. Lehmann (2)

Der Vorsitzende weist darauf hin, dass auch jeder Besucher der Anlage an der Harmsmühlenstraße neben dem Hallenbad einen Turnierball bekommt.  „Das ist nicht selbstverständlich“, sagt er. Es sei aber sinnvoll, da die Anlage in Springe allgemein als schwer zu spielen gilt. „Selbst erfahrene Turnierspieler brauchen meist mehr als 20 Schläge“, sagt Henkel. Der bisherige Rekord liegt bei 20 Schlägen und wurde 2009 von Vereinsmitglied Tim Krichel aufgestellt.

Die Anlage in Springe wurde im März 2008 eröffnet. Der Verein besteht jedoch schon seit dem Jahr 2000. „Wir waren zunächst Teil des Turnund Sportvereins Bad Münder“, sagt Henkel. 2006 habe sich die Sparte dann selbstständig gemacht und schließlich im Januar 2008 mit dem Bau einer eigenen Anlage begonnen. „Wir haben sie komplett in Eigenleistung gebaut und bezahlt. Einige Mitglieder haben dafür extra das Baggerfahren gelernt“, erinnert sich Henkel.

Pro Saison von April bis Oktober verzeichnet der Verein 5000 bis 6000 Besucher auf der Anlage. „Das trübe Wetter in diesem Sommer war für uns gut. Wir hatten viele Besucher“, sagt Albring. Der Verein plant auch 2012 wieder verschiedene Aktionen wie das Mondscheingolfen und ein Vereinsturnier. Zudem wird erstmals die niedersächsische Meisterschaft in Springe ausgerichtet.

Zurzeit hat der Verein 42 Mitglieder. Henkel betont: „Wir freuen uns über jeden Neuzugang.“ Aus Sicht des Vorsitzenden und der Schriftführerin ist Minigolf für alle Altersgruppen geeignet. „Die Herausforderung besteht darin, den Kampf mit dem Material zu gewinnen.  Dazu gehören Geschicklichkeit und Konzentration“, sagt Albring. Zudem gebe es den konstanten Ehrgeiz, immer besser zu werden und den persönlichen Rekord zu brechen. „Kaum jemand schafft es tatsächlich einmal, 18 Bahnen mit 18 Schlägen zu spielen“, sagt sie.

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